Single Action

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Der Beefer ist etwas für die schnelle Nummer. Gerade einmal 45 Sekunden pro Seite sollen ihm reichen, um einem Steak jene Farben zu geben, die Mann aus New Yorker Steakhäusern kennt: black and blue – also außen intensiv geröstet, innen jedoch nahezu roh. Erreicht wird das durch brachiale Oberhitze aus dem Infrarot-Brenner – als weltweit einziger für die Privatnutzung zugelassener Grill erreicht der Beefer Temperaturen von über 800 Grad Celsius. Kein Wunder also, dass wir sehr gespannt auf unseren Test-Beefer waren, den wir für Sie unter die Lupe nahmen:
Das so solide wie stylishe Edelstahlgerät aus dem Rheinland kommt fast fertig montiert und ist recht einfach in Betrieb zu nehmen – vorausgesetzt man hat einen passenden Schraubschlüssel zur Hand. Ohne den kann man den Schlauch zur Gasflasche nämlich nicht montieren – ein Anschluss für kleinere Gaspatronen ist zumindest im Lieferumfang nicht vorgesehen, würde unserer Meinung nach aufgrund der kurzen Garzeiten aber durchaus Sinn machen.xIMG_2225
Gezündet wird der Infrarotbrenner mit Streichhholz oder Feuerzeug, dann sind 5 Minuten Vorheizzeit angesagt. Die Höhe des herausnehmbaren Rostes lässt sich einfach mittels Drehgriff regulieren – anfangs empfehlen wir allerdings nicht zu knapp an den Brenner zu gehen, um sich an die Kraft des Beefer heranzutasten. Dann kommt das Steak in den Beefer und der Griff besser wieder runter vom Rost. Lässt man ihn nämlich daran, kann er höllisch heiß werden, was ohne Grillhandschuhe für ein schmerzhaftes Branding auf der Hand sorgt.

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Als Testobjekte haben wir ein Ribeye vom Carolais-Rind sowie ein Schweinskotelett gewählt. Zweiteres funktionierte so gut, dass wir dem Gerät auch den Zweitnamen „Porker“ verliehen haben.
Vom Ergebnis her hält der Beefer was er verspricht – vor allem von oben und unten. Die Seiten bekommen eher weniger Farbe und Röststoffe ab und bedürfen vielleicht separater Behandlung.
Ein dickes Steak hier medium zu garen ist auch weder Ziel noch möglich. Dafür kann der Beefer aber auch (oder gerade) relativ dünne Steaks und Koteletts knusprig braten, ohne das Innere des Fleisches auszutrocknen.

Aber immer schön hintereinander, denn auf den Rost passt nur ein Steak, dessen Dimensionen zudem nicht jene eines T-Bone haben sollten. Wir sehen den Beefer aber nicht als Gerät nur für Singles, sonder in Summe als sehr potente „Searing Station“, hinter dem dann vielleicht ein zweiter Griller im niederen Temperaturbereich für den perfekten Garpunkt sorgt. Und natürlich ist der Beefer auch ein hervorragender Premium-„Salamander“, wie jene Profigeräte bezeichnet werden, die für Creme brulee und Gratins verwendet werden.

Erhältlich sind der Beefer (um € 699,-) und weitere Informationen direkt unter beefer.de

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