Gaskraftwerk

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADas neue Flaggschiff der Napoleonischen Flotte ist schon vom Format her beeindruckend: 239 cm lang, 205 kg schwer, 39,2 kW Power aus insgesamt 10 Brennern, alleine die Hauptgrillfläche misst 72 x 46 cm. Die Stäbe der Grillroste sind fast zentimeterdick, Griffe wie Innenraum sind in der Nacht beleuchtet. Was uns an diesem Edelstahl-Boliden aus Kanada aber am meisten gefiel, waren einige innovative Features, die ihn tatsächlich zum Spitzenmodell der Napoleon-Armada machen.

So hat dieses Gerät die sogenannte Sizzle-Zone – also 2 heiße Infrarot-Brenner fürs blitzschnelle Karamallisieren von Steaks – jetzt unter einem eigenen Deckel separiert, und zusätzlich dazwischen einen gezielt leistungsschwachen Edelstahl-Rohrbrenner gesteckt. Damit wird die rechte Kammer doppelfunktionell auch zur Niedertemperatur- und Warmhaltezone, denn sie lässt sich bis 65 Grad herunter einstellen. Noch tiefer geht’s am Hauptgrill, nämlich dann, wenn man den praktischen neuen Räuchereinsatz entfernt und den dazugehörigen eigenen Brenner zum Warmhalten nutzt. Damit haben wir es sogar auf dauerhafte 50 Grad geschafft.

Zum Räuchern funktioniert der genannte Einsatz dann wirklich einwandfrei, wir kamen mit einer einzigen gut mit eingeweichten Apfelholz-Chips gefüllten Pfeife für unsere Lachsseite durch, die wir 20 Minuten lang bei 120 Grad indirekter Hitze direkt am Hauptrost liegen hatten. So wird Warmräuchern zum Kinderspiel.

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Die Infrarotbrenner unter der kleineren Haube testeten wir dann mit einem Flat OLYMPUS DIGITAL CAMERAIron Steak, das hier auf der ersten Seite 4 und auf der zweiten 2 Minuten verbrachte, bevor es außen mit guter Bräunung versehen eine Viertelstunde bei stark reduzierter Hitze im Warmhaltebereich verbrachte.

Eine gute Idee war es sicher auch, den Seitenbrenner als echten Wokbrenner auszustatten. Sowohl die Form des Gusseisenrostes, als auch die Stärke des Brenners ermöglichen echtes „stir fry“ – auch bei Starkwind wie wir feststellten, weil der Infrarotbrenner die Flammen immer sofort neu entzündet, wenn sie ausgeblasen werden.

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Den langen Drehspieß haben wir nicht ausprobiert, aufgefallen ist uns jedoch, dass das Ding konstruktionsbedingt durch beide Garkammern gesteckt werden muss, während nur in der linken Infrarot-Heckbrenner fürs Spießgrillen vorgesehen sind. Hier bietet sich in der rechten Kammer ein Leerlauf an, oder aber die separate Rotisserie magerer Fleischteile. Denn allzu viel Fett würden wir dort nicht gerne auf unsere IR-Brenner tropfen lassen. Und steckt der Spieß im Motor, ist die Abdeckung in der rechten Seitenablage nicht mehr zu öffnen.
Was uns schließlich noch positiv aufgefallen ist, sind die sanft schließenden Laden und Türen und vor allem, dass die Fettauffangschalen jetzt nach vorne zu entnehmen sind.

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